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Ratgeber

SCHIFFE UND MALLORCA

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Dass man bei einer Insel Schiffe findet, ist natürlich nichts Besonderes. Aber:

- Dass La Palma nach Miami und Antibes der drittgrößte Segelhafen der Welt ist, erstaunt schon mal.

- Dass die Kathedrale "La Seu", eine der größten Kirchen Europas, an ein Schiff erinnert, zumal wenn man sich der Stadt vom Wasser her nähert, erfreut Herz und Sinne.

- Dieses Erlebnis hatten wir auf den Segelausflügen mit unserem Freund MARTIN auf dessen Yacht CHINOOK, die er als Skipper souverän und immer guter Stimmung auch durch raue See steuert. Wer den Segelsport liebt und dabei die Sicherheit eines Kielboots schätzt, dem können wir die komfortabel und technisch perfekt ausgestattete CHINOOK wärmstens empfehlen

- Wer außerdem Zeit hat, sich etwas auf der Insel umzusehen, der sollte die Begegnung mit noch einem anderen sympathischen Seefahrer nicht versäumen, nämlich mit dem Habsburger Erzherzog Ludwig Salvator (1847-1915). Dieser locker auftretende, wissenschaftlich versierte, wirtschaftspolitisch modern denkende Mann lebte lang auf Mallorca, und zwar in Son Marroig (sprich "Marrodsch"), dem zwischen Valdemossa und Deiá großartig an der Steilküste gelegenen Herrensitz. Dass er 14 Sprachen, darunter Arabisch gesprochen und ca. 60 Bücher geschrieben hat, dass er mit seinen Schiffen "Nixe 1" und "Nixe 2" auf der ganzen Welt herumgekommen und Mallorca recht eigentlich für den Fremdenverkehr entdeckt hat, dass er hier einer wunderbaren Frau begegnet ist etc. etc., kann man in dem schönen Buch "Habsburgs vergessene Kinder" von Thea Leitner nachlesen.

 

Margot Groenewolt-Eschrich und Gernot Eschrich im April 2009

 

Isla Cabrera

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Ein absolutes Muss: Ein Törn zur Insel Cabrera

Lage und Ausdehnung

Die Insel Cabrera hat eine maximale Nord-Süd-Ausdehnung von 5,53 Kilometern und eine Ost-West-Ausdehnung von 5,29 Kilometern. Ihre Fläche beträgt 15,69 km², die Länge der Küstenlinie 38 Kilometer. Der Cabrera-Archipel besteht aus 18 Inseln mit einer Gesamtfläche von 18,36 km² und einer Küstenlinie von 54 Kilometern. Das gesamte Archipel ist, abgesehen von der Garnison, unbewohnt. Geographisch gehört die Insel zu Mallorca, administrativ ist sie Teil von Palma. Sie liegt 13,6 Kilometer vor der Küste Mallorcas.

Landschaft

Das Landschaftsbild ist felsig und verkarstet, wofür die wilden Ziegen verantwortlich waren, die mit ihrem Appetit auf frisches Grün nahezu jeden Baumwuchs im Keim erstickten. Sie wurden vor einigen Jahren von der Insel gebracht, da ihnen ansonsten auch das letzte Grün zum opfer gefallen wäre.

Insgesamt ist die Insel eher flach mit vielen felsigen Buchteinschnitten, darunter ein sehr großer, windgeschützter Naturhafen. Die höchste Erhebung ist 172 Meter hoch. Im Jahr 1991 wurde der Archipel einschließlich des umliegenden Meeresgebietes zum Nationalpark erklärt. Seit dem 1. Juli 2008 gibt es in Colònia de Sant Jordi, am Plaça Es Dolç, ein Besucherzentrum des Nationalparks Cabrera.

Sehenswürdigkeiten

  • Cova Blava (Cueva Azul, „Blaue Grotte“), eine 160 Meter lange und 50 Meter breite Höhle an der Nordseite der Cala Gandulf, die durch Reflexionen auf dem sandigen Grund blau schimmert. Die nur vom Meer aus zugängliche Grotte wird vom Ausflugsboot auf der Rückfahrt nach Mallorca angesteuert.
  • Festungsturm aus dem 14. Jahrhundert zum Schutz vor Seeräuberüberfällen
  • Denkmal von 1847 zur Erinnerung an die umgekommenen französischen Kriegsgefangenen von 1809 bis 1814
  • Seemannsfriedhof
  • Leuchtturm auf dem Punta de Anciola
  • Insel-Museum zur Geschichte Cabreras

Besuch

Für den privaten Besuch mit einem Schiff ist eine kostenlose staatliche Genehmigung erforderlich, welche über NautiKonrad vor Ort im Vorfeld eingeholt werden kann. Die Anzahl der Genehmigungen pro Tag ist auf 50 beschränkt. Es empfielt sich eine solche Genehmigung frühzeitig zu beantragen.

Zum Schutz des Meeresgrund darf innerhalb des gesamten Naturschutzgebietes nicht geankert werden. Hierzu stehen 50 fest verankerten Moorings zur Verfügung an denen sicher festgemacht werden kann. Der Aufenthalt ist je nach Jahreszeit befristet: 1 Nacht von Juli bis August, 2 Nächte im Juni und September und bis zu 7 Nächte in den übrigen Monaten.

Der Haupttreffpunkt der Insel ist eine kleine Bar im Ort Es Port. Hier gibt es Snacks und Getränke, sowie vermutlich das einzige Telefon der Insel. Ein Auffüllen des Schiffsproviantes ist jedoch nicht möglich, da die Insel über kein Lebensmittelgeschäft verfügt.

Sollten Sie bei Ihrem Törn Cabrera besuchen wollen, teilen Sie Nautikonrad bitte frühzeitig den Tag der Übernachtung mit, so dass eine Genehmigung eingeholt werden kann. Vor allem in den Wintermonaten ist es durchaus möglich der Insel einen spontanen Besuch abzustatten. Dafür sollte man nach Ankunft und Festmachen an einer Mooring mit dem Dinghi an den Anleger fahren und sich im Büro neben der Bar anmelden. In den Sommermonaten ist es aber, aufgrund der hohen Nachfrage ratsam im Vorfeld eine Genehmigung einzuholen.

 

 

Ankermöglichen in der Nähe vom Heimathafen Palma de Mallorca

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Sollte es ausgehend vom Heimathafen Palma de Mallorca mal die nächste schöne Ankerbucht sein, so bietet sich die gut geschützte Bucht hinter der Halbinsel Illetas ca. 20 bis 25 Motorminuten von Palma de Mallorca entfernt an.
Je nachdem woher der Wind kommt kann man eigentlich auf beiden Seiten nördlich oder südlich des Playa de Illetas gut ankern.
Gegenüber auf der Ostseite der Bucht von Plama südlich von der Marina S'Arenal befindet sich Cala Blava mit einem Mooringfeld. Hier kann man sicher an Moorings festmachen. Im Sommer empfiehlt sich eine vorherige kostenlose Reservierung auf der Homepage von Balears Life Posedonia (Siehe auch Linksammlung auf dieser Seite).
Die Balearen verfügen über unzählige schöne und einsame Ankerbuchten. Als sehr guten Segelführer empfehlen wir dazu das folgende Buch die Balearen von Bernhard Bartholomes. Eine aktuelle Ausgabe befindet sich immer auf dem Schiff.

Die Balearen. Pläne und Luftbilder von Häfen und Ankerplätzen (Nautischer Reiseführer): Pläne und Luftbilder von Häfen und Ankerplätzen
Die Balearen. Pläne und Luftbilder von Häfen und Ankerplätzen (Nautischer Reiseführer): Pläne und Luftbilder von Häfen und Ankerplätzen von Bernhard Bartholmes von Delius Klasing Verlag.
 

Aktuelles Wetter auf Mallorca

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Eine gute Wettervorschau mit aktueller Wassertemperatur finden sie auf der folgenden Seite:
 

Wind auf Mallorca

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Poniente oder Levante auf Mallorca


Der Westwind Poniente
Der optimale Wind zum Kitesurfen auf Mallorca ist der Poniente, der etwas kühlere Wind aus Westen, der meist zwischen 2 und 5 Windstärken liefert.
Der Poniente ist der vorherrschende Wind auf Mallorca, meistens bringt er weiter draussen eine kleine Dünungswelle mit sich. Ihm verdankt Mallorca seine angenehmen Temperaturen im Hochsommer.

Der Ostwind Levante
Den Wind aus Osten nennt man Levante. Er baut sich einige Tage lang auf und kann dann bis zu 8 Windstärken erreichen .
Der sehr starke Ostwind Levante ist auf Mallorca seltener anzutreffen und normalerweise übersteigt er 6-7 Windstärken kaum. Juni und Juli sind die Monate, in denen er am häufigsten bläst.
Der Levante auf Mallorca ist ein warmer Wind, da er seinen Ursprung in Afrika hat.
Die Spanier behaupten, der Levante mache die Leute verrückt. Ähnlich dem warmen Fön am Alpenrand in Bayern, der bei vielen Kopfschmerzen verursacht, leiden besonders ältere Einheimische unter dem Levante.

Windstatistik Mallorca
Hier finden Sie die aktuelle Windstatistik für Mallorca.

Der windigste Monat im Jahr ist statistisch gesehen der Juli.
In diesem Zeitraum ereicht der Wind (vorherrschend Levante) laut Windstatistik auch seine höchsten Geschwindigkeiten.
Im Durchschnitt liegt die Wahrscheinlichkeit für Wind mit mindestens Stärke 4 im Jahresmittel immer über 60%. Windlose Tage sind die Ausnahme.
Die Monate von Mai bis Oktober werden vom Ostwind Levante beherrscht.
In den Wintermonaten ist eher der Westwind Poniente anzutreffen.

Eine genaue Windprognose auf

http://www.windguru.com/de/index.php?sc=414
Auf dieser Seite kann man unter Mallorca, mehrere Regionen auswählen. Jedoch sollte man sich auf diese Prognosen wie immer nicht alleine verlassen, da es tatsächlich oft zu deutlichen Abweichungen kommen kann.

 

 

Cala Pi

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Anbei sehen Sie ein Bild der Ankerbucht Cala Pi, diese befindet sich ca. 2,5 Std. Richtung Cabrera von Palma de Mallorca aus.
 



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